Was die Quarantäne mit uns macht

Schön, dass du wieder Zeit gefunden hast, auf unserem Blog vorbeizuschauen! Zugegebenermaßen gibt es gerade auch nicht so viel anderes zu tun, wenn auch noch Netflix und Youtube gedrosselt werden, aber wir freuen uns trotzdem. (:

Beim einsamen aus dem Fenster glotzen mussten wir feststellen, dass die Quarantäne schon jetzt einiges an uns verändert hat. Und auch, wenn sich das Leben von gebunkerten Vorräten und das Ausgangsverbot ein bisschen wie ein NASA-Experiment anfühlt, ist es doch überraschend angenehm, auch mal wieder Zeit im Heimatkaff zu verbringen. Was jetzt zählt, sind nicht mehr Termine, unbedingte Präsenzlehrveranstaltungen, Sportkurse und alle anderen vermeintlich wichtigen Dinge, mit denen wir uns sonst so den Tag vollstopften, sondern Klopapier, Instagram-„Stay at home“-Challenges, und vor allem: Gesundheit.

Abgeschottet von fast allem, was während der letzten Monate unser Leben ausmachte, verbringen wir heute genau den 11. Tag zuhause in freiwilliger Quarantäne. Der momentane Alltag erinnert ein bisschen daran, wie wir uns das Leben in der Pension vorstellen. Zuhause haben wir angefangen, im Garten herumzugraben, der Sonne beim Untergehen zuzuschauen, werden ordentlicher und relaxed. Neben den Eltern freuen sich auch die Katze und der Hausvogel über die neu gewonnene Gesellschaft, die plötzlich länger als zwei Tage am Stück daheim ist. Wir leben von gebunkerten Lebensmitteln und überlegen uns jeden Weg außer Haus der Gesellschaft zuliebe gerne noch ein drittes Mal.

Auch die sonst so gesprächsbereiten Nachbarn spucken nicht mehr über den Gartenzaun, sondern bleiben brav in ihren eigenen vier Hecken, wenn sie vom abenteuerlichen Besuch im Hochsicherheits-Hygienesupermarkt und den neuesten Corona-Verdachtsfällen in der Gemeinde berichten. Das Leben am Land boomt generell, bis vor zwei Wochen hätte sich niemand getraut, einen Gedanken daran zu verschwenden, dass hier im Dorfkaff innerhalb der nächsten 50 Jahre ein Lieferservice eingerichtet werden könnte. Außerdem freut uns, dass wir endlich wieder was sehen, wenn wir aus dem Fenster schauen, weil der nun arbeitslose Nachbar seine hässliche Hecke geschnitten hat.

Fazit: Bei den vielen negativen Nachrichten, die den Grund zur Freude momentan in Grenzen halten, lohnt sich ein Blick auf die damit einhergehenden positiven Entwicklungen. Neben bisher ungekannten Musiktalenten, die nun am Balkon vor sich her tröten, und offensichtlichen Unsportlern, die sich und das Internet mit Klopapier-Gaberln bei Laune halten, gibt es – von Livestream-Konzerten, Online-Yoga und Tanzkursen angefangen – zahlreiche bewundernswerte Initiativen, die zeigen, was online alles möglich ist, wenn man plötzlich zusammenhalten will, und muss.

Es war nie einfacher, einen so wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. #stayhome #staysafe

BIENE

BIENE

Studiert PoWi und Jus und hat dementsprechend gerne das letzte Wort. Dass sie nicht kochen kann, macht ihr wenig aus, denn Schokolade gibt’s auch so zu kaufen. Kuschelt jede Nacht mit ihrem lebensgroßen Teddybären Charly. Die, die immer abwäscht.

Mehr

Weiterlesen

Diese Website verwendet Cookies, um dir beste Benutzerfreundlichkeit zu bieten. Mit der Nutzung dieser Website stimmst du der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. | Datenschutzerklärung | Impressum |